Lars Eckhoff, Geschäftsführer Benity GmbH, Versicherungsmakler und Fan von Mitarbeiterbenefits

Die Qual der Auswahl der richtigen Versicherung entfällt. Gesellschaften begeistern mit neuen Produkten für die Mitarbeitergesundheit.

Kranke Mitarbeiter kosten Unternehmen jährlich Milliarden. Das Thema Gesundheit spielt eine immer größere Rolle – auch bei der Arbeitsplatzwahl. Die betriebliche Krankenversicherung ist ein feines Instrument, bei dem letztendlich alle profitieren. Die Versicherungsbranche hat auf die neuen Herausforderungen am Arbeitsmarkt reagiert und neue Tarife entwickelt. Lass Sie uns einen schnellen Blick darauf werfen. Es lohnt sich!

Herausforderung der Arbeitgeber

Oft ist es doch so: Geschäftsführung und Personalabteilung entschließen sich, der Belegschaft etwas Gutes zu tun. Hier fällt die Entscheidung immer mehr in deutschen Unternehmen auf die betriebliche Krankenversicherung. Doch der Markt und das Angebot sind riesig. Welche ist die richtige Zusatzversicherung? Eine Zahnzusatzversicherung ist besonders beliebt und klingt auch gut. Doch in der Praxis macht die Geschäftsführung bzw. die Personalabteilung damit nicht jeden glücklich. Der ein oder andere hat schon eine mit besonders guten Konditionen abgeschlossen. Oder der private Tarif beinhaltet die Zahnreinigung. Oder der Mitarbeiter hätte sich lieber einen Vorsorgetarif gewünscht. Oder, oder, oder,… Um nahezu jeden im Unternehmen zu erreichen bzw. glücklich zu machen, wünscht man sich die „Eierlegende Wollmilchsau“.

So funktioniert es

Auf die Wünsche der Arbeitgeber reagieren immer mehr Versicherer und schaffen Tarife, in denen man sich nicht mehr entscheiden muss, auf welche Art von Krankenversicherung man sich festlegen möchte. Und so funktioniert es:  Dem Mitarbeiter steht nicht nur ein Tarif zur Verfügung, bspw. „Zahnersatz“, sondern ein jährliches Budget, bspw. 600€. Dieses Budget kann der Mitarbeiter frei einteilen und in den unterschiedlichen Bausteinen (mehrere Tarife gebündelt) einsetzen. Über das ganze Jahr hinweg kann er seine Schwerpunkte legen. Ob Zahnreinigung, Besuch beim Heilpraktiker, Massagen, Medikamente oder neue Brille, der Mitarbeiter ist völlig frei in seiner Anwendung.

Vereinfachte Darstellung. Viele Tarife bilden einen Tarif. Der Mitarbeiter kann durch ein jährliches Budget das nutzen, was für ihn gerade am Wertvollsten ist.

Verschiedene Anbieter, verschiedene Inhalte

Nicht alle Versicherer haben exakt die gleichen Leistungen, das heißt konkret, eine Gesellschaft bietet den Zuschuss zum Hörgerät an, die andere wiederum nicht. Dies gilt es bei der Auswahl des Anbieters zu berücksichtigen und zu analysieren. Und auch nicht jede Gesellschaft bietet derartige Tarife an. Und auch in den Budgetierungen unterscheiden sich Versicherer. Und ist die Auswahl auf einen Anbieter gefallen, kann man hier unterschiedliche Höhen des Budgets von wenigen hundert bis deutlich über tausend Euro jährlich auswählen.

Ein Blick auf die Kosten

Man mag bei dieser Flexibilität und dem Angebot glauben, dass der Preis bzw. die Versicherungsprämie immens hoch ist. Auf die Prämien geschaut stellt man aber fest, dass diese sich im „normalen“ Prämienbereich für eine betriebliche Zusatzkrankenversicherung bewegen.

So kann man es auch sehen: Als Lohnerhöhung

Ein interessanter Aspekt ist dieser hier: Einmal angenommen, der Mitarbeiter erfreut sich an der vielfältigen Auswahl des Angebots und nutzt diese regelmäßig. So stehen ihm jährlich 600€ mehr zur Verfügung. Vorsichtig ausgedrückt: als „Lohnerhöhung“. Diese ist zwar zweckgebunden, doch ein bspw. kranker Mitarbeiter kann seine laufenden Kosten reduzieren und ein gesunder kann wiederum zusätzliche Massagen genießen.

Nicht nur gesunde sondern auch kranke Mitarbeiter profitieren

Das Tolle an der betrieblichen Krankenversicherung ist der, dass häufig auch bereits erkrankte Mitarbeiter hiervon profitieren. Mit einem derartigen Tarif umso mehr. Damit dringt der Arbeitgeber nahezu zu jedem Teammitglied durch.

Kritik

Die andere Seite der Medaille ist diese: Bleiben wir bei unserem Beispiel von 600€ und der Zahnzusatzversicherung. Hat der Mitarbeiter ein „echtes Problem“ mit den Zähnen und der Zahnarzt ruft für Behandlung und Zahnersatz 10.000€ oder mehr auf, sind 600€ Zuschuss nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“. Die Zahnzusatzversicherung unterstützt den Mitarbeiter indes mit mehreren tausend Euro. Anderseits: Wem seine Zähne wichtig sind, der hat diese bereits versichert. Dieses Ping Pong der Argumente lässt sich allerdings „unendlich“ fortführen.

Zusammenfassung

Glücklich ist in aller Regel der, der frei ist. Die neuen Tarife machen das Thema betriebliche Krankenversicherung noch einmal interessanter. Insbesondere ergeben sich für den Arbeitgeber viele Vorteile bei der Mitarbeitergesundheit oder dem Recruiting. Auch die Belegschaft muss sich nicht entscheiden, sondern kann permanent auf den eigenen Gesundheitszustand reagieren. Für jeden, der sich mit dem Thema auseinander setzt und auch die Firmen, die bereits eine bKV eingerichtet haben, lohnt es sich, einen Blick auf die neuen Tarife zu werfen.